Peter M. Tröster

Name: Peter M. Tröster

  • Organisation: Freiwillige Feuerwehr Römerstein Abteilung Böhringen
  • Beruf: Student, Maschinenbau Master 
  • Zeitraum Deutschlandstipenium: Oktober 2013 bis September 2014
  • Alter: 26

Über mein Engagement:

"Ich bin seit Oktober 2010 Mitglied bei der Freiwilligen Feuerwehr Römerstein in der Abteilung Böhringen. Neben vielen Aus- und Fortbildungen und Übungsabenden nehme ich auch an Einsätzen teil. Nachdem ich mein Studium in Karlsruhe aufgenommen habe, konnte ich aufgrund der räumlichen Distanz nicht mehr an jedem Mittwochabend zu den Übungsabenden erscheinen. Um trotzdem nicht aus der Übung zu geraten und der Feuerwehr verbunden zu bleiben, habe ich die letzten Jahre die meist am Wochenende angebotenen Trainings in gasbefeuerten Brandübungsanlagen wahrgenommen und um die eigenen Leistungen noch zu verbessern mit meinen Kameraden über die Jahre auf die Leistungsabzeichen Bronze, Silber und Gold trainiert. In unserer Feuerwehr haben wir eingeführt, dass immer unterschiedliche Mitglieder einen Übungsabend zu ihnen vertrauten Themen abhalten. Ich habe für den Übungsabend erweiterte Erste Hilfe verschiedene Dokumente, wie einen Leitfaden zu möglichen Vorgehen erstellt und den Übungsabend abgehalten. Dabei habe ich beim Erstellen des Leitfadens darauf geachtet, dass nur Vorgehen beschrieben werden, die mit dem uns zur Verfügung stehenden Material und mit unseren Kompetenzen durchgeführt werden können.

Neben dem Fachlichen gehört zum Feuerwehrwesen auch noch der Kontakt mit der Bevölkerung. Es gibt viele planbare Ereignisse wie der Besuch des Kindergartens, das Kinderferienprogramm oder eine Brandsicherheitswache. Dafür kann ich mir dann rechtzeitig Zeit nehmen und so meinen Beitrag leisten. An der Feuerwehr gefällt mir besonders, dass sich so viele unterschiedliche Leute mit unterschiedlichen Kompetenzen im Ernstfall ergänzen und zusammenarbeiten, um Probleme schnell und gründlich zu lösen. Besonders die Zusammenarbeit im Ernstfall fasziniert mich immer wieder. Denn auch wenn manchmal persönliche Differenzen zwischen den Menschen stehen, so verschwinden diese vollkommen, wenn es darum geht, ein gemeinsames Ziel zu erreichen. Abgesehen davon ist es auch ein tolles Gefühl, wenn man Menschen und Tieren helfen kann. Dabei gibt es bei uns so gut wie keine Helden und man kann den Erfolg nicht auf Einzelne zurückführen. Denn im Rettungswesen ist alles immer nur eine Teamleistung. Die Kameraden, die die Einsatzstelle absichern und damit die anderen Einsatzkräfte sichern sind genauso wichtig wie der Angriffstrupp, der in ein brennendes Gebäude geht, um Leben zu retten und Feuer zu bekämpfen. Und auch dieser kann seine Aufgabe nur dann erfüllen, wenn ein Sicherungstrupp in voller Montur vor dem Gebäude wartet, um im Falle eines Unfalls dem Angriffstrupp sofort zur Hilfe eilen zu können. Es spielen noch viele weitere Kameraden eine Rolle, um einen Einsatzerfolg zu erzielen. Zu guter Letzt, macht mir die Feuerwehr auch ungeheuer viel Spaß. Wir pflegen eine sehr gute Kameradschaft, sind immer gut drauf und haben bisher jeden Einsatz erfolgreich gemeistert."

Über meinen Beruf:
 
"Zurzeit schreibe ich meine Masterarbeit im Fach Maschinenbau am KIT. Einige der im Studium erlernten Methoden wie die SPALTEN Problemlösungsmethode konnte ich auch schon bei der Feuerwehr einsetzen."
 

Über mein Deutschlandstipendium:

"Durch die Förderung des Deutschlandstipendiums war es mir eher möglich, die Übungsabende zu besuchen und an anderen Veranstaltungen teilzunehmen, da die Entfernung und die damit verbundenen Fahrtkosten relativ hoch sind. Auf das Deutschlandstipendium wurde ich bei einer Informationsveranstaltung zu verschiedenen Stipendien aufmerksam. Die Berücksichtigung von sozialem Engagement und den persönlichen Hintergründen sowie die politische und weltanschauliche Neutralität haben mich überzeugt. Als Gründungsmitglied des Vereins „Netzwerk Deutschlandstipendium Karlsruhe e.V.“ wünsche ich mir, dass wir unsere erfolgreiche Arbeit weiter fortsetzen und ausbauen können. Zusätzlich wünsche ich mir für das Deutschlandstipendium, einen größeren bundesweiten Austausch."